Selbsthypnose und Achtsamkeit
„Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment.“
(Buddha)
Im gegenwärtigen Moment leben? Ganz schön schwierig, vor allem in einer Zeit in der alles schnell gehen muss. Wir müssen schnell viele Informationen aufnehmen und verarbeiten, machen mindestens 3 Dinge und Tätigkeiten gleichzeit um nur nicht zu langsam oder nicht mehr am Puls der Zeit zu sein. Die Videos werden kürzer, prägnanter, leicht verdaulich auch für zwischendurch. Dabei scheint es wäre Langsamkeit und Langeweile verpönt.
Dabei könnte der Schritt in die Langsamkeit ein sehr heilsamer sein.
Achtsamkeit wird als Form der Meditation in den letzten Jahren immer populärer. Sich nur auf den Moment zu fokussieren, auf sich und sein Innerstes hören, in sich hineinhorchen. Und das ganz ohne Bewertung. Einfach nur sein. Und manches auch sein lassen.
Eine oftmals wirklich herausfordernde Aufgabe, die aber – mit Übung – Großes bewirken kann. Sie kann innere Unruhe und Stress reduzieren, uns entschleunigen.
Ich weiß nicht ob du das auch kennst, aber ich habe die Tendenz schon in der früh beim Zähne putzen gedanklich den Tag durchzugehen oder mir währendessen zu überlegen was ich anziehe oder was ich meinen KIndern noch vorbereiten muss. Alles, nur nicht ans Zähne putzen zu denken. Dabei wäre es doch wirklich sehr viel heilsamer diese 2 Minuten einfach nur im Jetzt zu sein und kurz das Gedankenkarussell auf Pause zu schalten.
Monkey Mind also Affengeist nennen es die Buddhisten und ich denke das trifft es doch auf den Punkt. Diese vielen kleinen Gedanken die herumschwirren wie kleine Äffchen die sich aufgeregt von Baum zu Baum schwingen.
Falls du gerne mal ein wenig freier im Kopf sein möchtest, magst du vielleicht die folgende Übung ausprobieren. Sie heißt Body-Scan-Übung und vielleicht kennst du sie aus dem Yoga. Hier wird beim Savasana, also der Entspannung am Ende der Yoga EInheit noch eine Übung im Stillen und ihne Bewegung gemacht. Ich stelle sie dir hier ganz kurz vor:
Nimm dir ein paar Minuten Zeit für dich. Anfangs reichen 3 Minuten völlig aus, du kannst dir auch einen Timer stellen. Suche dir einen ruhigen Ort und unterbrich deine Tätigkeiten für den Moment. Setze oder lege dich bequem hin, denn es soll nicht nur dein Geist sondern auch dein Körper kurz zur Ruhe kommen.
Es ist leichter – besonders am Anfang – dies mit geschlossenen Augen zu versuchen aber natürlich kannst du auch die Augen offen lassen und einen Punkt fixieren der etwas über Augenhöhe ist. Atme ganz bewusst in deinen Bauch ein und bemerke wie deine Bauchdecke sich mit jedem Atemzug hebt und senkt. Fühle nur wie die Luft durch deine Nase einströmt und deinen Körper auch wieder verlässt.
Wenn dein Geist sich meldet und Gedanken herumschwirren, lenke deine Aufmerksamkeit liebevoll wieder zurück zu deinem Atem. Du kannst dir auch vorstellen wie du deine Gedanken in eine kleine Wolke setzt und vorbeiziehen lässt.
Und dann spüre in deinen Körper. Gehe vom Kopf bis zu den Füßen und spüre in jeden Körperteil hinein. Werte nicht und verändere auch nicht. Anders als bei der Progressiven Muskelentspannung lausche nur in dich hinein, versuche nicht zu verändern oder etwas noch lockerer zu lassen.
Nach den paar Minuten ist es wichtig die Sinne wieder nach außen zu richten, sich wieder ins Hier und Jetzt zu begeben. Vielleicht magst du dich strecken und recken, ein wenig bewegen.
Wie war deine Mini-Auszeit vom Tag?